Tokio Hotel verbindet
  Der Anfang war das Ende
 
Der Anfang war das Ende


Bald hielt es Tom aber nicht mehr aus, nur zu Hause zu sein und nur die Vaterrolle zu übernehmen.
Auch die anderen Jungs wollten wieder auf die Bühne. Nein sie mussten! Es juckte sie förmlich in ihren Fingern und ich konnte es verstehen. Ich hatte sie nun zwar ständig um mich aber das war nicht dasselbe.
Das war nicht so, wie vor dem Fernseher sitzen und dieses Gefühl von Stolz in der Brust zu spüren, wenn die Jungs wieder einen Preis entgegen nahmen.
Ich ließ Tom gehen. Natürlich waren wir noch zusammen und er rief auch jeden tag an um zu fragen wie es mir und dem Kleinen ging aber er war auch wieder super froh seinen Traum weiter leben zu können und das mit meiner nein unserer Unterstützung.
Ich hatte mich langsam daran gewöhnt, dass ich wohl mehr alleine sein würde als mit Tom eine Familie zu sein aber es war okay. Was ich nicht ahnen konnte war, dass Tom es den Fans und allen sagen wollte. Er stellte mich einfach vor vollendete Tatsachen!
Ich schlug die Bravo auf und konnte nicht glauben was ich da sah!
Das durfte doch nicht wahr sein! Er hatte mich doch noch nicht mal danach gefragt! Na ja erstmal lesen

Tom Kaulitz, der Gittarist der Megaband Tokio Hotel ist vor kurzem Vater geworden, erzählte uns der 17 jährige nach dem im Internet schon seit Monaten viele Gerüchte darüber zu finden waren.
„Ja ich bin vor kurzem Vater geworden und sehr glücklich mit meiner Freundin und meinem Sohn.“
So Tom zu uns. Auch Bill und die Anderen sind hell auf begeistert. „Ich hätte nie gedacht, dass Tom mal der erste sein würde, der Vater wird aber der kleine ist so süß und Tom ist viel erwachsener geworden.“ Erzählte uns Georg. „Der kleine ist so süß und ich will den nie wieder hergeben, auch wenn es Toms kleiner ist aber ich find ihn einfach nur süß!“ fing Bill wieder an „Auch, wenn der kleine schreit und sinkt aber ich würde ihn nicht mehr hergeben.“
So so, Vaterfreuden also bei Tokio Hotel und man kann sehen, dass alle von dem kleinen begeistert sind, allen voran Tom. Doch uns beschäftigte noch wie der kleine denn nun hieß und wer die glücklich an Toms Seite ist.
Tom lachte nur und meinte „ Das meine lieben, ist Privatsache!“
So verschlossen und geheimnisvoll haben wir den sonst offenen und kein Blatt vor den Mund nehmenden Tom selten erlebt.
Aber nun gut, man kann es ja auch irgendwie verstehen oder?
Das gesamte Bravo Team, wünscht ihm auf jedenfalls alles Gute und freu sich für den jungen Vater.

Na Tom noch mal glück gehabt! Wenn du auch nur annähernd den Namen verraten hättest, hätte ich dich gekillt! Aber schon irgendwie ne süße Liebeserklärung.
So was traute man ihm sonst nicht zu.
Er hatte sich eh verändert seit der kleine da war. Ich selber erkannte ihn kaum wieder und ich wusste, dass auch Bill einige Probleme damit hatte seinen Bruder wieder zu erkennen. Aber wir fanden es beide gut.
Nun dauerte es auch nicht mehr lange und Tom würde wieder bei mir sein und Bill würde Jason mit nach Hause nehmen, damit Tom und ich mal wieder Zeit für uns hatten.
Schön wenn man gleich einen Babysitter dabei hatte.
Ich stand schon stundenlang vor meinem Kleiderschrank und wusste nicht, was ich anziehen sollte!? Ich hatte mit Tom heute einiges vor und da konnte ich schlecht in schlichten Jeans gehen, obwohl mit einer schlichten Bluse und nem Blazer!?
Wieder war ich am überlegen, schließlich entschied ich mich dafür und ging ins Bad. Jason schlief tief und fest. Ich hatte Zeit in Ruhe duschen zu gehen und mich fertig zu machen.
Nachdem ich dann auch noch meinen Sohn soweit fertig hatte, dass Bill ihn so mitnehmen konnte klingelte es auch schon.
Ich riss die Tür auf und umarmte Tom. Der nahm seinen kleinen noch einmal auf den Arm und meinte an Bill gewandt „ Pass bloß gut auf ihn auf!“ Bill grinste und antwortete „ja sicher! Hallo, dass ist mein kleiner Neffe, was denkst du von mir!?“ Tom zog nur die Augenbrauen hoch und Bill verschwand.
Dann sah er mich an und küsste mich!
Wie ich das doch die letzten Wochen vermisst hatte aber ich hatte mich nun mal auf ihn eingelassen und musste damit leben, dass ich ihn so selten sah!

Wir verzogen uns schnell auf mein Zimmer und redeten stundenlang. Er wollte genau wissen, was ich gemacht hatte und wie Jason sich gemacht habe. Ich erzählte ihm alles geduldig.
„Wie fandste das eigentlich in der Bravo?“ fragte er danach.
„Na ja, erst hab ich gedacht du assi! Was soll das! Aber dann hatte ich den Bericht gelesen und ich war total gerührt!“ antwortete ich ihm.
„Ja ich fand die Fans sollten wissen was Sache ist! Wir haben immer gesagt, dass wir sie nicht anlügen würden wenn so etwas sein sollte!“ meinte Tom dann nur noch.
Ich hatte keine Lust weiter darüber zu reden! Ich hatte heute mal keinen Babydienst und wollte die Zeit mit ihm anders füllen.

Ich legte mich lang auf mein Bett und bedeutete ihm sich neben mich zu legen.
Wir sahen uns lange in die Augen und er fuhr mit seinen Fingern meine Gesichtskonturen nach. Ich schloss die Augen und genoss einfach nur. Das hatten wir schon so lange nicht mehr.
Ich machte die Augen wieder auf und zog ihn zu mir runter. Ich küsste ihn, lange und leidenschaftlich.
Ich wollte mit ihm schlafen. Ich sehnte mich förmlich danach.
Ich liebte ihn und ich wollte es ihm nun mal mit der schönsten Sache der Welt zeigen.


~~~~~~~~ Toms Gedanken~~~~~~~~~

Ist das schön neben ihr zu liegen und egal was man macht es ist einfach wunderbar. Aber ich merke, dass sie mehr will. Na ja, dass sollte sie haben, ich könnte ihr eh nicht widerstehen.
Sie küsst mich als wenn es das letzte sein sollte was sie je wieder tun wollte. Es war so schön ihre Lippen zu spüren. Ich konnte nicht anders, ich fuhr ihr unter ihr Shirt und umfasste ihre Brüste. Sie fühlten sich gut an. Ihr ganzer Körper fühlte sich gut an.
Lange würde ich mich nicht mehr beherrschen können. Ach egal, sie sich auch nicht. Ich zog ihre Kleider aus und verwöhnte sie mit meiner Zunge und meinen Lippen. Ich spürte, wie sie unter meinen Berührungen zusammenzuckte und sich wieder entspannte. Ich sah sie an und ihre Augen strahlten wärme und vertrauen aus. Ich küsste sie noch mal und dann schlief ich mit ihr. Erst bewegte ich mich langsam und dann immer schneller, ich passte mich ihren Bewegungen an, wir harmonierten einfach. Es war so schön sie wieder zuspüren. Sie in meinen Armen zu haben, zu sehen wie sie unter meinen Berührungen bebt und zusammenzuckt. Es ist einfach perfekt.
Wir lieben uns, haben einen super süßen Sohn und sie unterstützt mich in dem was ich liebe! Was kann ich mir denn noch besseres wünschen?


~~~~~~~~~~~~BEI BILL~~~~~~~~~~~~

„Och komm Jason jetzt schlaf doch endlich!“ versuchte er beruhigend auf ihn einzureden. So kompliziert hatte er sich das nicht vorgestellt nur mal einmal einen Abend auf einen kleinen aufpassen, der gerade 3 Monate alt war.
Doch dann kam er auf die Idee ihm etwas vor zu singen und sofort war er ruhig. Er sang so lange bis Jason eingeschlafen war. Dann nahm er das Babyfon mit und ging in sein Zimmer.
Gott war das anstrengend wenn sie den kleinen morgen abholen würden, werde ich Nadine sagen, was für einen Respekt ich vor ihr nun hatte.

Mitten in der Nacht wurde er durch komische Geräusche die Jason machte wach. Er ging zu ihm und sah nach. Doch Jason lag ruhig in seinem Bett und mache keinen Mucks. Ich strich ihm noch einmal lächelnd über das Gesicht und ging wieder zu Bett. Allerdings schlief ich nun unruhiger, als wenn ich merkte, dass irgendwas nicht richtig war.
Gegen 8 stand ich auf, weil ich nicht mehr schlafen konnte, zu sehr hatten mich die komischen Geräusche von Jason, heute Nacht, nervös gemacht.
Ich ging wieder zu ihm ins Zimmer. Jason lag noch genau so dort wie das letzte mal als ich nach ihm sah. Ich ging zu ihm und fühlte seine Stirn. Jason war eiskalt.
Ich wusste nicht was ich machen sollte, ich schrie nach meiner Mom. Simone Kaulitz, kam zu ihm gerannt und fragte außer Atem „ Was ist den los? Ist was mit dem kleinen?“ „Ich weiß es nicht, er sieht genau so aus wie das letzte Mal als ich nach ihm gesehen hab und er ist total kalt.“ Berichtete ich. Simone sah ihn ängstlich an „Bill ruf den Notarzt und dann deinen Bruder an!“ Bill sah geschockt aus, tat aber wie ihm geheißen.
Als ich wieder kam hatte Simone den kleinen aus dem Bett genommen und machte eine Herzmassage. Ich schaute sie ungläubig an. Ich wusste, dass das nichts Gutes zu bedeuten hatte aber mir war die Tragweite noch nicht ganz bewusst. „Mom? Ist er Tod?“ fragte ich ängstlich und den Tränen nahe. Simone sah ihn ruhig an und meinte sanft „Geh nach unten um die Tür zu öffnen wenn der Notarzt kommt.“
Auch das tat ich. Nicht freiwillig, eher wie eine Maschine, ich war in einer Traumwelt gefangen.
Das konnte doch alles nicht wahr sein! Jason konnte nicht Tod sein. Er musste leben, er war doch gerade erst geboren. Er konnte nicht schon wieder gehen. Was würden Tom und Nadine bloß sagen? Sie würden sich unwahrscheinliche Vorwürfe machen! In ein tiefes Loch fallen und vielleicht nie wieder heraus kommen!
Es klingelte ich öffnete sofort die Tür und lies den Arzt herein ich zeigte ihnen den Weg und die Ärzte untersuchten den kleinen, baten mich und Simone aber draußen zu bleiben. Dann kam der Arzt nur noch mit gesenktem Kopf heraus.
„Wir konnten nichts mehr machen! Es tut mir leid! Plötzlicher Kindstod!“ sagte er leise.
Ich sah ihn an. „Nein das kann nicht sein! Der kleine muss leben! Er ist doch erst 3 Monate alt!“ schrie ich ihn an. „Machen sie doch was sie können doch sonst auch immer alles!“ Ich schrie nicht mehr ich heulte! Ich war so fertig, ich konnte nichts mehr ich brach einfach nur zusammen. Nach dem der Arzt sagte was er hatte, war ich aus meiner Trance wieder aufgewacht und nicht mehr wie betäubt.
Dann hörte ich den Schlüssel im Schloss drehen und Tom und Nadine kommen herein gestürmt.

„Was ist los? Was ist mit dem kleinen?“ schrie Tom mich an und schüttelte mich aber ich war unfähig etwas zu sagen.
„Bill nun sag endlich was hier los ist!?“ flehte nun auch Nadine.
Ich konnte nichts sagen, es war unmöglich.
Dann sahen sie den Arzt.
„Was ist mit meinem Sohn?“ fragte Nadine ihn ängstlich.
„Ich muss ihnen leider mitteilen, dass der kleine an plötzlichem Kindstod heute in den frühen Morgenstunden verstorben ist.“ Sagte er sanft.

~~~~~~~~~~~Nadine~~~~~~

Nein, nein das konnte nicht sein. Mein Sohn konnte nicht Tod sein! Das ging nicht. Es war doch gerade alles so perfekt. Was hat Bill mit ihm gemacht? Er sollte doch auf ihn aufpassen! Warum war er nicht da als er ihn brauchte? Ich hätte auf den Abend mit Tom verzichten sollen.
Ich brach zusammen, ich konnte nicht mehr. Alles um mich rum war schwarz. Alles war lehr. Da war niemand mehr der mich brauchte, niemand mehr der mich anlachte.
Ich war lehr.
Ich merkte dann als mich jemand schlug. Ich öffnete die Augen und sah den Arzt an ich fragte leise „Wie kann das sein? Wie kann mein Sohn einfach so sterben?“ „Das kann passieren in den ersten 12 Monaten und niemand kann es vorhersagen und niemand weiß warum es passiert. Also der Junge Herr hat auf jedenfalls keine Schuld. Er hätte auch nichts machen können.“ Klärte mich der Arzt auf, während er mir eine Beruhigungsspritze setzte. „Kann ich noch mal zu ihm gehen? Ihn sehen?“ fragte ich. „Ja selbstverständlich!“ meinte er lächelnd.
Ich stand auf und ging benommen nach oben. Ich sah meinen kleinen in seinem Bettchen liegen und ging auf ihn zu, Tom stand hinter mir. Er umarmte mich. Ich ging zu Jason und strich ihm über seinen Kopf. „Er war doch mein Sonnenschein.“ Sagte ich leise zu Tom. „Ich weiß!“ sagte er und drückte mich fest an sich „Meiner auch!“
Das hätte ich fast vergessen, Tom musste es mindestens genau so scheiße gehen wie mir! Es war schließlich auch sein Sohn, auch er liebte ihn.
Aber was sollte ich denn machen? Ich hatte mehr von dem kleinen gehabt wie er.
Würde unsere Liebe das hier überstehen? Würde ich das hier überstehen?
Jetzt war ich ruhig, weil ich eine Spritze bekommen hatte aber was wäre nachher wenn sie nachlassen würde?
Was wäre mit Tom? Würde er hier bleiben oder mit zu mir kommen?
Der Bestatter kam, er nahm meinen kleinen mit und versprach uns sich um alles zu kümmern.
Simone hatte meine Eltern und die anderen der Band verständigt. Sie kamen alle um Adressen heraus zu suchen aber ich wollte das nicht! Ich wollte nur, dass Simone, Gordon, Bill, Georg, Gustav, Anky, meine Eltern und Geschwister und Tom und ich an der Beerdigung teilnahmen.
Ich wollte einen weißen Sarg mit Engelsflügeln und einer Sonne darauf und einen richtigen Grabstein. Das alles schrie ich ihnen ins Gesicht.
Damit sie verstanden. Sie sollten mich verstehen. Sie sollten meine Schmerzen verstehen. Sie sollten sehen wie ich litt und nichts dagegen machen konnte.
Ich war am durchdrehen, dass wusste ich aber es war mir scheiß egal! Ich wollte zu meinem Sohn! Egal wie.
Mir war meine Beziehung zu Tom egal mir war die Freundschaften zu den anderen Egal, mir war mein Leben egal!
Ich liebte ihn doch so sehr! Warum wurde er mir so weggenommen? Warum durfte ich ihn nicht wachsen sehen? Sehen wie er sein erstes Wort sprach, wie er anfing zu laufen wie er lernte und größer wurde?
Ich hatte so viele Fragen!
Tom nahm mich in den Arm, er war der ruhigere von uns beiden aber auch ich konnte sehen wie er trauerte.
Jeder hatte nun mal seine eigene Art zu trauern.

~~~~~~~~TOM~~~~~~

Es tat so weh Nadine so leiden zu sehen aber genauso weh tat es zu wissen, dass mein kleiner Tod war.
Tod! Er würde nie wieder kommen! Ich könnte nie wieder mit ihm kuscheln, nie wieder mit ihm spielen, nie wieder sein lachen sehen und nie wieder seine wärme spüren!
Ich merkte wie mir die Tränen in die Augen steigen aber ich musste stark sein. Stark für Nadine. Sie ist so fertig. Ich weiß nicht was sie machen würde, wenn ich nicht an ihrer Seite sein würde. Aber mir ging es doch auch nicht besser! Würde sie genau so zu mir stehen?
Ja das würde sie, schließlich liebt sie mich.
Würde sie auch nachher noch so ruhig sein, wenn die Spritze nachließ?
Würde sie mit mir darüber reden oder würde sie alles Todschweigen?
Würde sie sich öffnen können? Würde sie überhaupt mit wem darüber sprechen?
Ich musste so viel darüber nachdenken, dass ich völlig vergaß an mich zu denken!
Würde ich denn darüber sprechen können? Würde ich irgendwann wieder so glücklich sein, wie die letzten 3 Monate? Ich hatte keine Ahnung. Ich stand vor einem Abgrund, den ich erstmal überwinden musste.


1 WOCHE SPÄTER

Es war der Tag der Beerdigung, die ganze Woche über war ich ruhig gewesen. Tom war bei mir und wir trauerten leise. Jeder für sich. Langsam räumten wir Jasons Kinderzimmer aus. Es tat so weh! Aber es musste sein.
Gleich würden wir ihn zu grabe tragen. Dieses kleine Geschöpf was nicht hatte älter werden dürfen!
Tom nahm mich wieder in die Arme. Wir sahen uns noch mal in Jasons Kinderzimmer um. Dann gingen wir zum Auto.
Ich hatte Beruhigungstabletten verschrieben bekommen, damit ich nicht nervlich komplett zusammenbrach.
Wir standen in der kleinen Kapelle und der Pastor erzählte irgendwas von Engeln und fliegen und irgendwie so was. Dann wurde mein kleiner zum Grad getragen. Es waren wirklich nur die da, die da sein sollten. Wie die Jungs es geschafft hatten, dieses von der Presse fern zu halten war ihr immer noch ein Rätsel, aber sie hatten es geschafft.
Der Sarg mit meinem kleinen wurde in die Erde gelassen und der Pastor sagte noch was und dann war es vorbei. Einen Gottesdienst wollten wir nicht. Ich nahm alles wie durch eine Glocke war. Geräusche waren dumpf, Worte hörte ich kaum, und sehen tat ich wie durch eine verschwommene Brille.
Ich stand lange mit Tom an dem Grab. Alle anderen schickten wir nach Hause. Erst als wir beiden alleine waren und da standen konnte ich meiner Trauer freien lauf lassen ich sackte zusammen und weinte. Ich weinte und das junge Leben was hier in der Erde lag. Um das junge Leben was mein Sohn war.
Ich konnte nicht mehr, nur noch weinen, damit es endlich raus kam. Damit ich endlich zeigen konnte wie ich fühlte.
Tom kniete sich neben mich. Ich liebte ihn und war dankbar dafür, dass er da war. Ich sah auch, dass er weinte. Er war genau so fertig wie ich, konnte genau so wenig begreifen, warum gerade sein Sohn so früh sterben musste.
Wir saßen einfach nur da und hielten uns im Arm und weinten.
Wie lange wir da saßen weiß keiner von uns beiden aber das war uns auch egal!
Ich wusste nur, dass ich in dieser Zeit einen Entschluss gefasst hatte, der sich immer mehr verdichtete.

Ich bat Tom mich alleine zu lassen und er fuhr nach Hause. Ich saß in meinem Zimmer und fing an einen Brief zu schreiben

Mein geliebter Tom,

ich weiß, dass es dir genau so scheiße geht wie mir aber ich kann nicht anders. Du hast demnächst wieder deine Auftritte und würdest mich alleine lassen, alleine mit meiner Trauer.
Ich würde das nicht überleben, dass weist du genau so gut wie ich!
Ich weiß auch, dass ich dich jetzt alleine lassen werde, auch wenn ich dich über alles liebe.
Nichts ist so wie es mal war, seit dem unser Sonnenschein gestorben ist. Ich bin nicht mehr wie ich war, wir sind nicht mehr was wir mal waren.
Tom, ich liebe dich so sehr, dass ich dich gehen lassen muss, dass du mich gehen lassen musst.
Deine Liebe, kann niemals groß genug sein, die Lehre die ich in mir spüre zu vertreiben!
Deshalb habe ich den Entschluss gefasst zu gehen.
Zu gehen und niemals wieder zu kommen.
Ich hoffe, dass du es mir irgendwann einmal verzeihen kannst!
Bald werde ich bei unserem kleinen sein.
Ich liebe dich über alles, bitte vergiss das nie!

Deine kleine Nadine


Ich packte Schlaftabletten und Alkohol in meine Handtasche und fuhr zu Tom. Den Brief hatte ich ebenfalls eingesteckt.
Ich wollte noch einmal seine Nähe spüren, bevor ich meinen Plan verwirklichte.
Er lächelte mich sachte an, und nahm mich in den Arm.
Ich küsste ihn, erst sachte dann Leidenschaftlich. Ich wollte noch einmal mit ihm schlafen. Nur ein mal noch. Tom sah mich an als wüsste er nicht was er tun sollte. Eigentlich war es auch nicht fair ihm gegenüber aber ich konnte nicht anders.
Ich zog ihm seine Sachen aus, küsste ihn, fuhr mit meiner Zunge seinen Hals entlang und genoss es das er etwas über meinen Rücken strich.
Einmal noch wollte ich ihn fühlen, einmal noch mich ihm total hingeben und dann würde ich gehen.
Tom fing an mit zu machen. Er zog mich aus und küsste mich überall. Dann nahm er mich. Ich genoss es, ich wollte noch einmal diesen Wahnsinns Spaß haben, den ich nur mit ihm hatte. Und den hatte ich. Wir lagen nebeneinander und kuschelten, Tom schlief schnell ein.
Als ich sicher war, dass er schlief, zog ich mich an, legte den Brief neben ihn auf das Nachtschränkchen und küsste sanft seine Stirn, dann ging ich.

Ich ging zum Grad unseres Sohnes und setzte mich davor. Ich packte die Schlaftabletten aus, und drückte sie hinaus. Ich nahm jede einzelne mit einem Großen schluck aus meiner Flasche.
„Es tut mir leid mein Engel, dass ich deinen Vater nicht mitbringe aber ich werde bald wieder bei dir sein!“ sagte ich leise. Dann merkte ich wie es um mich rum schummrig wurde.
Ich sank zu Boden und schlief ein….



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