Tokio Hotel verbindet
  Maybe once again?
 
Maybe once again…?


Es vergingen Monate. Ich schickte Tom, nach jedem Besuch beim Frauenarzt ein neues Ultraschallbild und hoffte, dass er sich noch mal bei mir melden würde.
Mit der Schule hatte ich rechtzeitig aufgehört, was sollte ich auch antworten wenn jemand fragte, wer der Vater des Kindes sei, dass würde mir doch nie jemand glauben.
Nun saß ich also in meinem Zimmer, hielt mir meinen Bauch und überlegte wie ich das kleine darinnen nennen sollte!? Ob ich Tom anrufen und ihn bei der Namensfindung mit einbeziehen sollte? Andererseits, wollte er mit dem Kind nichts zu tun haben. Er rief zwar ab und zu an um zu fragen wie es mir ging, aber dabei blieb es dann auch.
Ich war richtig fett geworden und schob nun eine Kugel vor mir her, wo man hätte meinen können ich träge einen Gymnastikball unter dem Pulli. Aber es war auch kein Wunder, in einer Woche hatte ich den Termin der Entbindung und so wie ich mich auf mein kleines verlassen konnte, kam es sogar pünktlich.
Aber wie sollte ich es denn nun nennen? Ich hatte mir nicht vorher sagen lassen, was es werden würde also brauchte ich sogar 2 Namen aber welche?
Ich liebte immer schon Amerikanische Namen, aber selbst da gab es so viele das ich mich nicht entscheiden konnte. Jason, Brian, Shyler, Anastacia, Kevin, Jack… mir gingen so viele Namen durch den Kopf, dass ich schon fast den glauben daran verlor noch rechtzeitig einen zu finden. Aber was soll’s irgendwie musste das kleine ja nun heißen.
Ich hatte mir in den letzten 10 Monaten, viel zu viele Gedanken gemacht. Alles hatte ich alleine erledigt oder mit meinen Eltern, nur nicht mit dem Vater meines Kindes, der immer noch glaubte, dass ich damit nur an sein Geld ran wollte.
Ich hatte mich noch nie so sehr in einem Menschen getäuscht wie Tom und doch wusste ich, dass da auch bei ihm mehr war als nur dieser beschissene One-night-stand. Ich hatte es doch gesehen in seinen Augen und gespürt wenn er mal wieder nicht wusste was er sagen sollte.
Ja Baby dein Vater ist ein Buch mit sieben Siegeln und ich habe noch nicht mal eines davon auch nur annähernd durchbrechen können.
Schon wieder dachte ich nur an Tom. Er ging mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich hatte mir sogar ernsthaft vorgenommen, wenn ich ihn das nächste mal wieder sehe, ihn zu fragen ob er nicht langsam kaputte Füße und nen Drehwurm bekommen hat vom ständigem im Kreis laufen. Doch ich sah ihn leider nie. Ich sah nur seine Mom ab und an beim einkaufen, wusste sie wohl, dass sie Oma würde? Wusste Bill, dass er bald Onkel war? Hatte Tom wohl den Mut gehabt es ihnen zu sagen? Na ja Bill wohl eher wie seiner Mom aber nun gut. Wußten das Management und der Rest der Band davon die nicht zum Kaulitzclan gehörten? Was würden sie sagen, wenn sie es erst nach der Geburt erfahren würden? Dann, wenn Tom diesen beschissenen Test gemacht hat und sich 100% sicher sein konnte das es sein Kind war!? Was wäre wenn?
Ja wie oft hatte ich mir schon diese Frage gestellt. Aber nie bin ich zu einem Ergebnis gekommen…

~~~~~~~~~~~~~~ BEI TOM ~~~~~~~~~~~~

In einer Woche würde Nadine ihr Baby bekommen, vermutlich unser Baby. Ich hatte meiner Mom immer noch nichts gesagt. Der Einziege der wusste was Sache war, war Bill und der ist immer noch sauer auf mich, weil ich Nadine hab sitzen lassen und unseren Eltern und Bandkollegen so wie dem Management was vorgelogen hab. In den letzen Monaten hab ich mich stark verändert, dass war allen schon aufgefallen. Allen voran Gustav und Georg.
Bill hatte ja Recht ich musste es ihnen sagen, aber erstmal musste ich selber mit meiner Veränderung klarkommen. Nadine hat mir Bilder von unserem ungeborenem Kind geschickt und jedes Mal war ich gespannt und gerührt zu gleich und ich war, nein ich bin stolz darauf, dass ich auf jedem Bild erkennen kann wie es größer wird. Was es wohl wird? Ein Mädchen oder doch ein Junge? Ach ist ja auch eigentlich egal, Hauptsache gesund und munter.
Das konnte doch nicht wahr sein! Jetzt erwischte ich mich schon wieder dabei, wie ich mich über das Kind freute. Man es konnte meine Zukunft kaputt machen! Oder verschönern… mischte sich mein Herz wieder ein.
Aber eben dieses, konnte nicht Recht haben.
Es sagte mir, dass ich Nadine liebte, okay, dass sagte mir Bill auch immer, aber was wusste der schon? Der musste sich über so was keine Gedanken machen! Der konnte weiter sein Leben leben ohne ein Kind.
Ich war echt noch nicht so weit! Ich konnte das noch nicht und doch würde ich es so gerne.
Ich würde ihr so gerne sagen, dass ich sie liebte und auch das ich mich auf das Kind freute und das ich das alles viel lieber mit ihr hätte durchgestanden aber wollte sie mich denn überhaupt noch? Sah sie mich wohl noch als Tom oder nur noch als den Erzeuger ihres Kindes?
Warum machte ich mir schon wieder so viele Gedanken? ICH war doch frei! Ich konnte tun und lassen, was ich wollte und ich mich treffen mit wem ich wollte, reden mit wem ich wollte, flirten, knutschen, poppen, dass alles was ich vor Nadine auch immer getan hatte.
Ich liebte doch meine Freiheit! Oder etwa nicht?
Hatte mich das alles so sehr aus der Bahn geworfen?
Ich hatte schon viele Frauen aber die Nacht mit Nadine ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Jedes Mal wenn ich wieder ein Groupie vernaschte kam mir hinterher die Erinnerung an diesen gelungenen Abend, an dem ich eigentlich nur mit ihr reden wollte.
Ihre Lippen waren so sanft wie Seide und ihre Zunge wusste genau was sie zu tun hatte. Oh ja und sie wusste sie auch gekonnt ein zu setzen.
So was hatte ich noch nie erlebt. Bei keiner.
Ich werd noch mal ein sentimentaler Idiot.
Schimpfte ich mich nun auch noch selber.
Na ja aber was sollte ich machen…?


~~~~~~~~~~1WOCHE SPÄTER~~~~~~~~~~~~

„Mamaaaaaaa! Bohr Maaaaaaaaaaaamaaaaaaaaaaaaa!“ schrie ich. Warum hörte mich denn auch keiner? Waren alle wieder verschwunden. Man ich hatte meine Wehen und das nicht zu knapp und keiner war da, da super.
Ich kroch unter schmerzen zum Telefon und wählte den Notdienst. Ich erzählte schnell unter stöhnen und hecheln was Sache war und das sie schnell kommen sollten.
Mein Gott, hatte es das kleine eilig.
„Oh mein Engel, kannst du bitte noch bis zum Kreissaal vom Krankenhaus warten?“ flehte ich es an. „Puh! Ahhhhhhhhhhr! Nein anscheinend nicht!“ machte ich eine Bemerkung nach einer Wehe.
Man wo bleibt denn dieser beschissene Notdienst wenn man ihn mal brauchte. Das kann doch alles nicht wahr sein. „Ohhhhhhhhhh! Autsch!“ schrie ich wieder. „Man so eilig, kann man das gar nicht haben auf die Welt zu kommen! In meinem Bauch ist es schön warm und kuschelig! Hier draußen ist es kalt und stinkend und man hat nur Probleme!“ versuchte ich es zu beruhigen, damit es sich vielleicht doch noch mal überlegte und endlich mal Pause machte. Ich konnte doch jetzt schon nicht mehr!
Sollte ich Tom anrufen?
Warum dachte ich in dieser Situation eigentlich schon wieder an ihn?
Endlich klingelte es und ich schleifte mich zur Tür. Ich öffnete unter irgendwelchen Stöhngeräuschen und hätte den Typen am liebsten angeschrieen, warum er erst jetzt kam. Doch als ich aufblickte, weil die Wehe vorbei war, stand da kein Arzt.
Es stand doch tatsächlich Tom Kaulitz vor mir!
Ich ließ ihn rein.
„Du siehst aus als könntest du Hilfe gebrauchen!“ sagte er wie nebenbei und doch total geschockt das ich am stöhnen und am keuchen war.
„Ja Tom danke, die hab ich schon angerufen, aber die Schweine bewegen ihren Arsch ja nicht hier her!“ schrie ich ihn schon fast an, weil diesesmal eine besonders starke Wehe kam.
Tom sah mich mit großen Augen an und wusste nicht Recht was er tun sollte.
„Nadine, leg dich hin, und bewege dich nicht so viel, ich ruf noch mal an!“ sagte er so sanft er konnte und doch hörte ich die Panik in seiner Stimme.
Gott Tom wusste doch auch nicht was er machen sollte.
„Tom! Lass stecken! Bevor die da sind, ist der kleine ungeduldige hier auch da!“ keuchte ich.
Tom kniete sich neben mich. „Kann ich irgendwas tun?“ fragte er ängstlich. „Ja! Dafür sorgen, dass die Nacht von damals ungeschehen wird und ich jetzt nicht aussehe wie ein Sumoringer mit Übergewicht und solche scheiß schmerzen leiden muss! Gott ich wünsche sie dir an den Hals!“ schrie ich ihn an. Er war schließlich schuld, dass ich schwanger war. Er war schuld, dass ich nun diese elenden Schmerzen ertragen musste und glaubt mir, ich würde ihn am liebsten killen.
Gebärende Frauen neigen manchmal nun mal dazu Sachen zu sagen und Dinge zu tun die sie eigentlich nicht wollten.
Tom sah mich perplex an, hielt aber meine Hand. „Das meinst du jetzt nicht ernst oder? War die Nacht denn so schrecklich?“ fragte er zögernd.
„Nein, aber alles das was danach kam!“ sagte ich.
Ich konnte nicht mehr. Diese Geburt würde mich umbringen, da war ich mir sicher!
Allerdings merkte ich wie das Köpfchen schon guckte.
„Okay Tom! Bei der nächsten Wehe ziehst du okay!? So machen die das im Fernsehen auch immer, dann soll das jetzt auch wohl klappen!“ ordnete ich an und Tom protestierte „Ey bist du bescheuert? Ich fass dir da doch jetzt nicht hin und ziehen tu ich schon mal gar nicht! Was ist wenn ich was kaputt mache!?“
„DAS mein lieber ist mir gerade mal scheiß egal!“ sagte ich betont beherrscht „Aber wenn du es nicht tun solltest, werde ich deine Hand so zerquetschen, dass du die nächsten Jahre keine Gitarre mehr anfassen brauchst!“
Tom zog seine Hand aus meiner und tat wie ich ihm befohlen hatte.
Noch 2 Presswehen und dann war der kleine da.
Tom hielt ihn etwas unbeholfen hoch und gab ihn mir dann. Nun klingelte es auch endlich an der Tür und Tom öffnete.
„Oh, wie ich sehe, haben sie das schon alleine gemeistert!“ grinste mich der Arzt freundlich an. „Herzlichen Glückwunsch! Und sie sind wohl der Vater was!? Wollen sie die Nabelschnur durchschneiden?“ fragte der Arzt nun Tom. Der stand da als wenn er jeden Moment zusammenklappen würde. „Hallo! Junger Mann, alles okay bei ihnen?“ fragte der Arzt noch mal nach. Tom sah mich an „Darf ich denn?“ fragte er unsicher. Ich lächelte und nickte.
Tom tat was man ihm sagte.
Die Ärzte untersuchten den kleinen und sagten dann, dass alles in Ordnung sei. Allerdings wollten sie uns noch mit ins Krankenhaus nehmen, was gar nicht in Frage kam.
Ich hatte das alles hier, mit Toms Hilfe überstanden, dann würde ich hier auch den Rest überstehen!

~~~~~~~~~~~~ TOMS GEDANKEN~~~~~~~~~~~~~

Jetzt bin ich also Papa und meinen ersten Sohn hatte ich selber auf die Welt gebracht! Na das konnte nun wahrlich nicht jeder von sich behaupten! Ob ich ihn auch wohl mal in den Arm nehmen dürfte?
Nadine sieht so glücklich aus! Und der kleine ist so süß!
Hey und die Lippen hat er von mir, dass ist eindeutig und die Kopfform auch!
Wie konnte ich nur glauben, dass Nadine, dass nur macht um an mein Geld ran zu kommen. War sie sich wohl immer noch sicher, dass sie mich liebte?

Ich setzte mich neben sie, noch immer benebelt von Glück! Das war besser als ein Live- Konzert vor 20.000 Zuschauern!
Ich sah Nadine zärtlich an und dann auf meinen Sohn hinunter. So viel Stolz hatte ich noch nie erlebt.
„hallo mein Sohn! Willkommen im Leben!“ sagte ich leise. Ich küsste ihn zärtlich und genoss die Wärme der beiden.
„Darf ich auch mal?“ fragte ich leise. Nadine sah mich an, lächelte müde und gab ihn mir.
Er war so winzig. So zerbrechlich. So schutzlos. Sofort entfachte sein Hilfloser Anblick meinen Beschützerinstinkt und wollte ihn nie wieder loslassen.
Doch nun kamen auch die Gedanken an Bill, Mom, die Band und das Management.


„Tom, willst du nicht jemandem bescheit sagen? Bill vielleicht? Immerhin ist er jetzt Onkel!“ fragte ich Tom zärtlich. Die Schmerzen der Geburt, die bösen Worte, die ich Tom sagte, alles war vergessen.
Er sah mich mit großen Augen an. „Nadine, ich muss dir was sagen! Bitte unterbrich mich nicht!
Es weiß nur Bill davon! Ich muss es noch meinen Eltern sagen und allen anderen die es betrifft auch.
Ich wollte erst sicher sein, dass es auch wirklich mein Kind ist, bevor ich es allen erzähle! Aber ich hab mir die letzten Monate so viele Gedanken gemacht und es war total hart für mich! Ich hab mich jedes Mal gefreut wenn ich Post von dir bekam und wieder ein Bild dabei war. Ich habe noch jedes einzelne! Mir ist was klar geworden und das wollte ich dir eigentlich sagen heute!
Nadine ich bin in dich verliebt, ich kann es nicht mehr leugnen. Dauernd musste ich an dich denken und ich hoffe, dass auch deine Gefühle mir gegenüber sich nicht geändert haben!? Ich wünsche mir, dass wir 3 eine kleine glückliche Familie werden.“ Schloss er seinen Vortrag.
Er hatte es nur Bill gesagt!? Er liebte mich? Er wollte eine Familie mit mir? Sollte heute mein Glückstag sein? Natürlich liebte ich ihn noch und ja ich wollte das alles auch. Ich sah ihn an, lächelte und zog ihn zu mir runter. Wir sahen uns lange an und dann küssten wir uns und es war wieder dieser Zauber da, wie das erst mal im Probenraum. Mein Leben war da gerade total perfekt.
„Hast du schon eine Namen?“ fragte er mich. „Nein! Ich kenne so viel schöne Namen!“ antwortete ich. „Aber es soll ein Amerikanischer sein!“ Tom sah mich an und grinste. Gott wie ich das vermisst hatte.
„Was hältst du von Jason Tom Kaulitz?“ fragte er mich. Mh, ja Jason hatte ja auch ich in der engeren Auswahl und er gefiel uns beiden also okay!“ „Jap Tom!“ sagte ich nur und an mein Baby gerichtet „Hallo Jason Tom Kaulitz.“
Wer die Paten werden würden stand auch schnell fest, vorausgesetzt natürlich, dass sie es wollten, denn ich wollte mein Kind taufen lassen, auch wenn ich nicht viel von der Kirche und dem ganzen scheiß hielt! Bill sollte Patenonkel werden und Anky Patentante.

Die nächsten Wochen waren sehr anstrengen! Babygeschrei, dauernd Besuch und einen Freund dem ich auch noch Aufmerksamkeit schenken sollte. Meine beiden Männer verlangten mir viel ab aber es war auch wunderschön zu sehen, wie stolz Tom auf seinen Sohn war, auch wenn er ihn erst nicht haben wollte.
Toms Eltern hatten die Nachricht relativ gefasst aufgenommen und freuten sich nun auch über ihren kleinen Enkel. Auch verstanden sie sich gut mit meinen Eltern. Bill war auch total vernarrt in den kleinen und der Rest der Band konnte auch nicht genug von ihm bekommen, solange ich Jason nur wieder nahm, wenn er schrie oder stank.
Die Jungs hatten sich nach der Nachricht erstmal eine Pause genommen, offiziell hieß es, dass Familiäre Gründe der Grund der Pause waren. Na ja irgendwie waren sie es ja auch.
Wenn ich mir Tom und Jason so angucke, dann bin ich die glücklichste Frau und Mutter auf der ganzen Welt.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass irgendwas und jemals wieder auseinander reißen könnte. Nichts außer der Tod und das hoffentlich erst in ein paar Jahrzehnten!
Was keiner ahnen konnte, diese Jahrzehnte sollten einige von uns nicht mehr erleben….


~~~~~~~~~~~~~~~~ to be continued~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



…………………..Der Anfang, war das Ende……



 
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