Tokio Hotel verbindet
  One-night-stand mit Folgen
 
One- night- stand mit Folgen...


„Nadine! Nadine! Komm steh auf, du kannst dich nicht den ganzen Tag in deinem Zimmer einschließen!“ schrie meine Mutter durchs Haus.
Ach nein, konnte ich nicht!?Ich wollte nicht aufstehen, denn das würde heißen, dass ich mich von allen verabschieden musste, die mir wichtig sind.
Warum mussten meine Eltern auch beschließen, mich aus meiner gewohnten Umgebung zu reißen!?
Nur weil Paps in nem anderen Bundesland nen neuen Job hatte!? Ich war 18 man, warum konnte ich nicht hier bleiben?
Hier hatte ich doch alles, meine Freunde, meine Schule und vor allem meinen Spaß, auch wenn es manchmal ätzend hier war. Alle die mich kannten, wussten nun mal auch wie ich war, wenn Party angesagt war und ich konnte mich benehmen wie ich wollte!
Nun sollte das alles vorbei sein?
Ich muss meine Schule wechseln und meine beste Freundin hier lassen.
Gott wie ich sie vermissen würde. Ich liebte sie doch so. Alles was mir die letzten Jahre wichtig geworden ist muss ich hier lassen. Na wenigstens durfte ich meine Katze mitnehmen.
„Nadine! Jetzt steh endlich auf, wenn du dich noch von allen verabschieden willst! Ansonsten fahren wir sofort los.“ Schrie Mom wieder.
„Ja, ich komm ja schon!“ murmelte ich in meine Bettdecke und stieg langsam und verquer wie immer aus meinem Bett.
Ich ging duschen.
Gott war das schön, dass warme Wasser auf meinen Körper zu spüren, als wenn in diesen paar Minuten, meine ganzen Sorgen verschwunden wären. Ich trocknete mich ab und zog mich an, schminkte mich und machte meine Haare. Dann ging ich in die Küche machte mir schnell einen Toast, schnappte mir meinen Autoschlüssel und fuhr zu meiner Anky.
Gott was würden wir heulen, was sollte man auch sagen, wenn man ging und das 300km weit!? Klar, wir können uns besuchen kommen aber das war eben nicht dasselbe.
Man konnte nicht mehr spontan beschließen etwas zusammen zu machen und man konnte sich nur noch via Telefon, Handy und Internet unterhalten. Nichts mehr mit Kaffee trinken und stundenlang klönen.
Die Anderen würden nachher bei mir sein um mich zu verabschieden, na ja und meine sis und meinen Bruder. Es war alles so traurig. Ich müsste mir da im Osten was komplett Neues aufbauen.
Bei Anky angekommen, nahm sie mich gleich in den Arm und weinte. Ich konnte es doch so nachvollziehen und dennoch konnte ich es nicht mit ansehen. Wir saßen in ihrem Wohnzimmer, hielten uns nur im Arm und weinten. Nach einer Ewigkeit löste ich mich von ihr, gab ihr einen Umschlag mit einem Brief von mir darinnen und ging dann. Ansonsten wäre ich von ihr nie wieder weg gekommen.

Meine süße Maus,

ich weiß, dass es für dich nicht einfach ist mich gehen zu lassen, genauso wenig wie es für mich einfach ist. Aber mit diesem Brief wollte ich dir noch einmal sagen, wie wichtig du mir bist.
Ich liebe dich über alles und hoffe, dass du mich nicht all zu sehr vermissen wirst. Schließlich können wir ja immer noch telefonieren und schreiben und wenn wir ganz dolle Sehnsucht haben immer noch besuchen! Ich danke dir für alles, was du bist jetzt, für mich getan hast und ich werde unsere Zeit nie vergessen, genauso wenig wie dich selber! Ich weiß, dass es dir genau so geht. Sei nicht zu traurig und mach weiter dein Ding.

Ich liebe dich
Deine kleine Nadl


Das war also der erst Abschied! Nun wieder nach Hause und da noch mal schnell von allen anderen verabschieden. Dann ging es los.


„Nadine, wir sind da!“ weckte mich meine Sis und ich machte langsam die Augen auf.
Das war also Magdeburg. Na ja gut, dann eben Magdeburg und nen Neuanfang!
Wir trugen sämtliche Sachen ins Haus, die wir so dabei hatten und ich bezog mein neues Zimmer.
Lange hielt ich dort aber nicht aus.
„Mom, ich geh mir n bisschen die Umgebung angucken!“ rief ich, schnappte mir meinen Schlüssel und ging.
Ich musste meinen Kopf frei bekommen und nicht so viel an mein Altes zu Hause denken. Das macht nur depressiv und so lief ich durch Magdeburg.
Irgendwann kam ich ins Gewerbegebiet und hörte laute Gitarrenriffs und Schlagzeug.
Ich war neugierig und ging der Musik entgegen.
Die Tür zur Lagerhalle klemmte etwas und quietschte als ich sie dann doch geöffnet bekam. Die Musik wurde lauter. Ich wusste, dass Tokio Hotel früher in so einem Raum geübt hatten, aber würden sie das jetzt auch noch tun? Die Musik kam mir so bekannt vor. So mitreißend und doch einfühlsam. Ich ging noch näher heran um zu sehen wer das wohl sein könnte. Dann verstand ich endlich den Text.
Oh Gott, dass war doch der Text von ´Rette mich´ und die Stimme die das Lied mit so viel Gefühl sang konnte nur Bill Kaulitz sein.
Aber das war unmöglich. Tokio Hotel konnte doch nicht hier noch weiter üben, nach dem ganzen Erfolg den sie im letzten Jahr hatten.
Ich ging einen Raum weiter und ließ mich an der Wand herunter gleiten. Ich hörte noch leise Bills Stimme, wenn er es denn war, und hing meinen Gedanken nach.

Langsam liefen mir die ersten Tränen über die Wange. Ich wollte zwar immer weg aus meiner alten Heimat, aber dass es mir so schwer fallen würde hätte ich nicht gedacht.
Was sollte ich denn hier? Klar ich hatte die Chance, noch einmal komplett von vorne anzufangen aber das war auch so verdammt schwer. Ich kenne hier niemanden und verstehen würde ich hier, wenn ich Pech habe auch keinen! Klar man würde sich daran gewöhnen aber wollte ich das denn? Ich hatte schon immer einen Fable für die ´Ossis´. Eine gute Freundin von mir kam aus Rostock, mein bester Freund ebenfalls, ich kannte so viele die aus der Ecke kamen und allen voran meine absolute Megaband.
Also wo lag das Problem? Lag es daran, dass ich einfach nicht wollte oder, dass meine Leute einfach alle nicht da waren!?
So vertieft in meine trübseligen Gedanken, hörte ich nicht, dass die Musik schon lange verstummt war. Das nur noch mein Schluchzen Geräusche machte.

„Ey Bill, sach mir das ich bescheuert bin aber hast du nicht auch gerade etwas gehört?“ fragte Tom seinen Bruder. „Ne ich hab nix gehört! Wer sollte sich denn auch hier her verirren?“ fragte Bill zurück. „Na ich weiß nicht, irgendwelche Fans, die mitbekommen haben das wir ab und an immer noch hier proben!“ erwiderte Tom. „Das glaubst du ja wohl selber nicht!? Die wären doch ohne wenn und aber in unseren Raum gekommen.“ Sagte Bill und ging weiter.
Doch Tom war sich sicher, dass er etwas gehört hatte. Denn noch ging er nicht zurück um nach zu sehen sondern mit Bill nach Hause.
Später am Abend ging Tom noch mal zu Bill und meinte „Bill, ich bin mir sicher, dass ich vorhin wen heulen gehört habe! Ich hab doch keine Hallos! Was wenn jemand zu Hause abgehauen ist und nicht weiter weiß!“ „Man Tom, da war nix! Vielleicht hat sich der Wind einfach nur so angehört, nun schieb mal keine Panik.“ Entgegnete Bill etwas genervt. „Ja, du hast wahrscheinlich Recht.“ Sagte Tom noch und ging wieder. Doch glauben konnte er das nicht so richtig.

Nun war ich also alleine hier. Vielleicht sollte ich lieber gehen. Wer weiß wer oder was hier abends so rumschleicht!?
Ich machte die Tür von dem Raum langsam auf und hörte die Tür von vorne wieder quietschen. Oh nein hoffentlich hatte man mich nun nicht eingeschlossen und ich müsste die Nacht hier verbringen.
Doch meine Gedanken waren unbegründet, als ich wen hineinlief.
„Oh man, welcher Assi ist das denn jetzt?“ hörte ich eine Stimme die mir verdammt bekannt vorkam. „Hallo, hast du deinen Mund verloren?“ fragte er wieder.
Ich schüttelte meinen Kopf, doch das konnte er natürlich nicht sehen.
„Wer bist denn du?“ fragte er nun etwas sauer. „Nadine. “ Sagte ich leise und schüchtern. “Und was machst du hier?” fragte er.
Oh mein Gott, ich hatte echt Tom Kaulitz vor mir stehen. Und er fragte mich was ich hier mache.
„Ich bin heute erst hier her gezogen und dann bin so durch die Stadt gelaufen und hab Musik von hier gehört und mich einen Raum weiter gesetzt und mir über alles Gedanken gemacht und geheult.“ Antwortete ich ihm kleinlaut.
„Dann hab ich vorhin doch richtig gehört! Und Bill wollte mich für blöd verkaufen!“ sagte Tom.
Er schaltete das Licht an und betrachtete mich. Ich kam mir irgendwie bescheuert vor.
Ich stand hier mit Tom Kaulitz, der mich ansieht und bekomme kein Wort heraus, ich hatte doch sonst immer eine große Klappe, warum denn jetzt nicht?
„Willst du quatschen?“ fragte mich Tom aus heiterem Himmel.
Warum nahm er sich meiner an? Warum konnte er sehen, dass es mir schlecht ging? Was wollte er von mir?
Ich sah ihn an und lächelte. „Nein Tom danke! Aber es wäre lieb wenn du den Anderen nichts davon sagst, dass ich hier war. Aber ganz ehrlich, ich war nur hier zum nachdenken und um zu sehen wer die Musik machte. Ich wusste nicht, dass ihr noch hier probt. Eigentlich wusste ich überhaupt nicht das euer Probenraum hier war und ist.“
„Okay, aber nur wenn du niemandem verrätst, dass wir hier immer noch proben!?“ mahnte mich Tom.
„Bist du bescheuert? Dann hättet ihr ja nie mehr eure Ruhe. Keine Angst, von mir erfährt niemand was!“ versprach ich ihm. „Schön, dass du so denkst! Obwohl, darf ich dir noch eine Frage stellen?“ fragte er. Ich nickte. „Du hast uns schon erkannt oder?“ fragte er.
Ich lächelte „Ja Tom hab ich! Aber erst als ich Bills Stimme gehört habe, es hätte ja auch sonst wer sein können, der/ die eure Songs nachspielen.“ Bestätigte ich seine Vermutung.
Tom lächelte nun auch. „Okay, kann ich dich noch nach Hause bringen?“ fragte er wieder. Ich sah ihn verdutzt an. Warum war er so nett? Er hätte mich ja auch total zur Sau machen können! Nach einem Jahr Ruhm und Klatsch und Tratsch, war er immer noch ein netter Kerl, auch wenn er oft behauptete, dass er, Fankontakte, auch gerne mal auf den Hotelzimmern pflegte.
Aber irgendwie machte es ihn auch Menschlich. Er war eben ein ganz normaler Kerl, der solo war und da machten nun mal die meisten Kerle das was sie wollten und wenn die Mädels sich darauf einließen, bitte!
„Hallo Nadine!? Ich hatte dich was gefragt!“ holte er mich wieder in die Realität zurück. „Willst du echt nicht reden?“ fragte er noch mal.
Doch ich wollte reden! Aber doch nicht mit ihm. Was waren denn schon meine Probleme gegen seine!? Nein damit konnte ich ihn nicht belästigen, mit meinen kleinen Mädchenproblemen.
„Nein Tom! Aber es wäre lieb wenn du mich nach Hause bringen könntest, ich weiß nämlich nicht wie ich wieder nach Hause komme.“ Gab ich schüchtern zu.
Man Nadl, reiß dich zusammen, du bist doch sonst nicht so, warum denn bei ihm?
Er grinste mich an „Klar mach ich des!“ und wir gingen los.
„Und du bist also gerade hier her gezogen ja!?“ fragte er nach einer langen Zeit des Schweigens.
Was sollte ich ihm denn auch erzählen? Das ich Heimweh nach meinen Freunden hatte? Nein!
„Ja, mein Dad, hat hier einen neuen Job bekommen und ich musste nun mal mit.“ Antwortete ich knapp. „Und wie gefällt es dir bis jetzt?“ fragte er wieder.
„Na ja, ich kenn hier niemanden und muss quasi noch mal von vorne anfangen!“ antwortete ich. „Na bin ich denn ein Niemand?“ fragte Tom fast empört. „Nein aber eben jemand der eigentlich unerreichbar ist!“ gab ich kleinlaut zu.
Tom lachte. „Eigentlich bin ich auch nur ein 17 jähriger Jugendlicher, der gerne neue Menschen kennen lernt.“ Sagte er. „Ja, aber du musst dabei ganz schön aufpassen! Vonwegen nur hinter deinem Geld her oder hinter dem Ruhm, weil du nun mal eben ein Teil von TH bist. Ich kann einfach auf wen zugehen und den oder die anlabern ohne Angst haben zu müssen, dass sie mich nur mögen weil ich ein Star bin!“ antwortete ich ihm.

TOMS GEDANKEN

Sie hat genau das Ausgesprochen, was ich gedacht habe! Komisch, ich kenne sie nicht und kann mich mit ihr in Ruhe unterhalten, ohne, dass sie schreit und fast nen Herzinfarkt bekommt nur weil ich bei TH bin! Ob sie das auch so meint was sie sagt? Sie hat schon Recht, ich bin immer skeptisch, wenn ich neue Leute kennen lerne aber bei ihr habe ich so keine Bedenken!

„Ja, da hast du wohl Recht!“ antwortete Tom mir, dann klingelte sein Handy. „Ja!“ meldete er sich. „Nein Bill, ich bin noch mal in unseren Raum gefahren und ich hatte doch Recht, da war jemand und hat uns zugehört und geweint!“ sagte Tom in den Hörer. „ja ich komm gleich nach Hause. Ich bring sie noch eben, weil sie heute erst hier hergezogen ist und dann komm ich, mach dir keine Sorgen.“ Antwortete Tom wieder und legte dann auf.
„So da wären wir!“ sagte Tm nun an mich gewandt. „Oh danke! Ich kann dich auch nach Hause fahren wenn du magst!? Dann brauchst du nicht mit dem Bus fahren.“ Schlug ich ihm vor.
Tom sah mich nun doch skeptisch an. Oh fuck…. Ich bin jetzt wahrscheinlich zu weit gegangen. Er wird denken, dass ich nur so getan hab, damit ich rausbekomme wo sie wohnten und alles. Super Nadine, glattes Eigentor. Das kommt ja nun wohl verdammt scheiße rüber.
„Ja gerne, wenn es dir keine Umstände macht.“ Nahm er meine Einladung an. Ich war etwas überrascht, schloss aber dann die Haustür auf und schnappte mir meinen Schlüssel.
„Na dann komm!“ grinste ich und stieg ins Auto.
Keine 20 Minuten später, standen wir vor seinem Haus.
„Na dann, schlaf gut und viel Erfolg weiterhin!“ verabschiedete ich mich.
Tom sah mich an, wahrscheinlich wohl unschlüssig was er sagen sollte.
„Ja danke! Und du komm gut nach Hause und war nett dich kennen zu lernen.“ Verabschiedete er sich dann, machte seine Tür auf und stieg aus. Er zögerte etwas sagte noch einmal „Tschüss!“ und verschwand dann im Haus.
Ich startete das Auto und fuhr weg.

MEINE GEDANKEN

Was war das denn? Es sah so aus, als wenn er sich nicht ganz sicher war ob er nun einfach so gehen sollte oder nicht!?
Na ja, vielleicht treffe ich ihn ja noch mal wieder.? Was wohl eher unwahrscheinlich war.

TOMS GEDANKEN

Komisch, dass ich so offen zu ihr war. So ungezwungen hab ich mich schon lange nicht mehr unterhalten. War es richtig, dass ich einfach so gegangen bin? Na ja, wenn ich sie noch mal sehen will, dann kann ich ja zu ihr gehen. Schließlich weiß ich ja wo sie wohnt. Ob Bill wohl noch wach ist? Ich muss dingend mit ihm reden.

„Bill?“ fragte Tom leise als er in Bills Zimmer stand. „Bill schläfst du schon?“ „Nein!“ kam nur von ihm. Er hatte seinen i-pod auf den Ohren und drehte sich nun zu seinem Bruder, der das Licht angemacht hatte. „was ist denn los?“ fragte er. „Ich muss einfach nur mit dir reden!“ sagte Tom. „Über das Mädchen, Nadine, die ich getroffen habe.“ „Na dann sach mal an!“ forderte Bill ihn auf und Tom setzte sich zu ihm.
„Sie ist gegen mich gelaufen und dann sind wir ins Gespräch gekommen. Warum sie da war ect. Sie war so, anders wie die anderen Mädels. Nicht so oberflächlich und schon mal gar nicht kurz vorm sterben, nur weil ich vor ihr stand. Schon ein wenig schüchtern aber doch wieder total offen und herzlich. Sie hat mich auch nach Hause gefahren und irgendwie, würde ich sie gerne wieder sehen. Aber ich weiß nicht ob es ihr genau so geht!? Was soll ich deiner Meinung nach machen?“ fing Tom an. Bill sah ihn an und wusste das Tom selten so über ein Mädchen sprach und antwortete „Wird sie es für sich behalten, dass wir ab und an noch in unserem alten Proberaum proben?“ „Ja wird sie warum?“ fragte Tom zurück. „Na, wenn sie das Versprechen hält, dann melde dich doch in ein paar Tagen bei ihr! Du weist ja wo sie wohnt!“ Tom sah ihn an „Und was ist, wenn sie es später an Fans und sonstiges weiter gibt?“ „Na dann kannst du sie aber wenigstens zu Rede stellen und na ja, dir wird es schließlich eh nicht aus dem Kopf gehen bis du dich bei ihr gemeldet hast! Also mach es einfach.“
Bill konnte Toms Zweifel zwar verstehen aber er redete in einer Tonlage von ihr, dass hatte Bill selten bei Tom gehört, also sollte er es riskieren!

Ich schmiss mich auf mein provisorisches Bett und hing meinen Gedanken nach. Ich hatte doch tatsächlich, mit Tom Kaulitz gesprochen, ganz normal und ungezwungen. Er war super nett, gar nicht so der Macho, den er im Fernsehen immer so raushängen lässt. Schon komisch, er kam mir so vertraut vor….


EINE WOCHE SPÄTER

„Nadine, Post für dich, allerdings ohne Absender.“ Meinte meine Sis und gab mir den Brief.
Ein Brief für mich? Ohne Absender? Wer das wohl ist!?
Ich ging in meine Zimmer und öffnete ihn.

Hey Nadine,
ich weiß nicht ob es dir genau so ging, aber ich wusste letzte Woche nicht, wie ich mich verabschieden sollte. Ich fand es sehr nett mit dir und ich hoffe, dass es dir ähnlich ging!? Es wäre schön, wenn wir uns noch mal wieder sehen könnten? Heute Nachmittag 16 Uhr, am Probenraum.
Ich freu mich

Lieben Gruß Tom

Ich musste schmunzeln. Heute Nachmittag um 4 am Probenraum. Wie geil war das denn? Tom wollte mich wieder sehen! MICH!
Ich sprang durchs Haus und hab mich dann erstmal im Bad eingeschlossen? Duschen, ich würde jetzt erstmal schön heiß duschen und dann werde ich mich entscheiden, was ich anziehen würde. Ich weiß nicht wie lange ich unter der Dusche stand aber es tat gut.
Dann ging ich in mein Zimmer und plünderte meinen Kleiderschrank. Ich entschied mich letztendlich für meine Lieblingsklamotten, Tom sollte ja nicht glauben, dass ich mich für ihn in Schale warf. Ich schminkte mich noch schnell und dann musste ich auch schon los.
Punkt 4 stand ich an der Tür zum Probenraum der 4. Und dann kam Tom. Er sah einfach gut aus.
Gott hatte ich weiche Knie. Aber nichts anmerken lassen, dass war das wichtigste.
„Hey na, wie geht’s dir?“ fragte er mich. „Danke gut und selber?“ fragte ich zurück. Er lächelte mich an und entgegnete „Jetzt gut! Ich freu mich das du da bist.“ „okay, was machen wir denn nun? Wie komm ich überhaupt zu der Ehre, dass Tom Kaulitz mich noch mal sehen möchte?“ fragte ich ihn. Ich hatte noch so viele Fragen die ich beantwortet haben wollte. „Lass uns einfach in den Probenraum gehen und quatschen okay? Sonst haben wir beiden keine ruhige Minute um uns zu unterhalten.“ Sagte er schüchtern. „Die Ehre hast du, weil ich dich verdammt nett finde und ich dir irgendwie vertraue. Gott weiß warum!?“ gestand er.
Ich sah ihn an. „Okay, dann also Probenraum!“ grinste ich
Tom schloss auf und ließ mich hinein. Er ging vor und machte das Licht an. „Setz dich doch!“ forderte er mich auf.
Ich setzte mich und wusste nicht was ich machen sollte.
Tom setzte sich zu mir. Ich sah ihn lange an. Was hatte Tom mit mir vor? Wollte er mich hier vernaschen? An Ort und Stelle? Oder wollte er wirklich nur mit mir reden, weil er sonst selten Gelegenheit dazu hatte, sich normal mit einem weiblichen Wesen zu unterhalten!?
„Nadine, ich möchte dir nachher die Anderen vorstellen, die sind schon ganz gespannt auf dich.“ Fing Tom wieder an. Ich lächelte. „Tom ich kann das so nicht, ich fühl mich so komisch bei diesem small-talk. Das ist so gezwungen!“ sagte ich.
Er sah mich wieder an, aber dieses Mal mit seinem Hundeblick. Ich konnte mich kaum dagegen wehren. Er kam mir mit seinem Gesicht näher und dann küsste er mich, ich konnte nichts dagegen machen. Es war himmlisch, er hatte warme, weiche Lippen und er schmeckte nach Zahnpasta, aber das alles war vergessen, als er anfing mit meiner Zunge zu spielen. Er massierte sie langsam, dann etwas schneller und ich genoss es einfach nur. Ich hatte schon mit mehreren rumgeknutscht aber das übertraf wirklich alles.
Ich war total verloren in diesem Kuss und doch läuteten irgendwo in meinem Unterbewusstsein, sämtliche Alarmglocken.
Nach einer Ewigkeit löste ich mich von ihm und sah ihn an. Er lächelte, ich lächelte zurück.
Was war das denn jetzt gewesen? Ein Vorgeschmack, auf das, was noch kommen wird?
„Sorry, aber das musste gerade sein!“ meinte Tom etwas verlegen. Hallo Tom du bist 17, benimm dich nicht wie 12! Na ja benahm ich mich denn besser? Benahm ich mich wie 18? Vermutlich nicht.
„So, so!“ bekam ich nur raus. Ich grinste ihn an.
Warum war es so komisch zwischen uns, warum konnte ich bei ihm nicht ganz normal sein?
Doch irgendwie war das Eis nun gebrochen. Wir sahen uns wieder an und küssten uns. Er küsste mich erst sanft, dann stürmischer und dann fühlte ich seine Hand meinen Rücken hinauf wandern. Ich genoss es. Ich hatte schon lange nicht mehr dieses Gefühl, so frei zu sein und mich so geborgen zu fühlen.
Doch ich wollte das nicht. Ich wollte nicht bloß eine weitere Kerbe in seinem Bettpfosten sein. Knutschen okay, aber desto weiter es ging, was würde er dann am Ende von mir denken?
Ich entzog mich seinen Händen und er sah mich fragend an.
„Magst du mir nicht was vorspielen?“ fragte ich ihn. „Klar! Was willste denn hören?“ fragte Tom zurück. „Ich weiß nicht! Irgendwas! Gab ich zurück und zuckte mit den Schultern.
„Okay!“ sagte er nur. Tom spielte die ersten Takte von < Wenn nichts mehr geht> vor und ich träumte vor mich hin.
Dann wurde plötzlich die Tür aufgerissen und vor mir stand Bill.

„Hey! Du bist also Nadine ja!?“ fragte er anscheinend noch mal sicherheitshalber nach. Ich lächelte ihn an „Ja das bin ich!“ „Tom hat mir erzählt, wie er dich kennen gelernt hat. Und du wirst auch wirklich niemandem erzählen das wir hier noch proben wenn wir zu Hause sind?“ fragte er.„Nein! Ich bin doch nicht bescheuert!“ gab ich zurück und setzte mich.
„Na wie ich sehe Brüderchen hast du ja schon wenn nichts mehr geht zum Besten gegeben! Wie wär’s diesmal mit Gesang?“ fragte Bill Tom und der grinste.
Etwas später kamen dann auch die anderen beiden dazu.
Sie waren echt nett.
Doch ich wollte gehen. Als die 4 eine Pause machten und wir uns etwas unterhielten, nahm ich Tom zur Seite und meinte leise „ Hey Tom, danke für den schönen Nachmittag aber ich geh nach. Ich bin irgendwie K.O.!“ „Soll ich dich nicht noch bringen?“ fragte er leise zurück. Ich konnte seinen Augen ansehen, dass es ihm nicht passte, dass ich gehen wollte. „Ihr wollt doch noch sicher weiter proben oder?“ fragte ich wieder. „Nein. Eigentlich ist es nur Zeitvertreib, man kann halt kommen und gehen wann man will.“ Grinste er nun.
„okay, dann können wir noch was quatschen!“ meinte ich und lächelte ihn an.
Ich wollte wissen warum er mich geküsst hatte? Warum er weiter gehen wollte? Ob ich nur eine weitere Trophäe wäre?
Ich verabschiedete mich noch von den Anderen und dann gingen wir.

Er lief schweigend neben mir her, warum sagte er denn jetzt nichts?
„Tom, was war das vorhin?“ fragte ich ihn. „Was?“ fragte er prompt zurück. „Na der Kuss und alles was danach gelaufen ist?“ antwortete ich ihm. „Ich weiß es nicht. Es ist halt so passiert.“ Meinte er und hob seine Schultern.
„Ja ne ist klar! Sollte ich nur wieder eine deiner Fankontakte werden?“ entgegnete ich. „Nein!“ schrie er fast. Ich erschrak. „Wenn es so gewesen wäre, dann hätte ich dir nicht die anderen vorgestellt.“ Meinte Tom dann.
Ich wunderte mich, dass er so redete. Was sollte ich dann bitte dann sein?
Ich war so total durcheinander und wusste nicht was ich machen sollte.
„Nadine, es tut mir leid, dass ich dich geküsst hab. Ich hätte das nicht tun sollen, wenn ich es rückgängig machen könnte, ich würde es tun!“ sagte er wieder leise. „Oh! War es so schlimm?“ fragte ich ernst zurück. Unter anderen Umständen hätte ich mir daraus einen Witz gemacht aber ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich wusste nicht was ich wollte und was er wollte. Er brachte mich total durcheinander. „Nein!“ sagte er und sah mich erschrocken an. „Das wollte ich nicht damit sagen! Ach vergiss es einfach was ich gerade von m gegeben habe.“
„Okay!“ konnte ich nur erwidern. Dann waren wir bei mir.
„Machs gut! Ich meld mich bei dir okay?“ verabschiedete sich Tom. Ich wusste nicht was ich mache sollte. Sollte ich ihn zum Abschied umarmen? Sollte ich ihm einfach nur die Hand geben oder einfach so ins Haus verschwinden?
Tom drehte sich und wollte gehen doch so einfach konnte ich ihn nicht gehen lassen.
„TOM!“ Rief ich ihm hinterher. Er drehte sich zu mir um. „Ich fand es schön! Egal was daraus werden sollte, egal was der ausschlaggebende Punkt war! Es war schön okay!?“ sagte ich ihm und ging auf ihn zu. Er grinste mich mit seinem unverwechselbarem Grinsen an. Beugte sich vor gab mir einen Kuss. Dann drehte er sich um und ging.
Puh, was war das denn jetzt? Na ja, ich werde ja wohl irgendwann dahinter kommen!

EINIGE WOCHEN SPÄTER

Tom hatte sich lange nicht mehr bei mir gemeldet und ich habe mir darüber keine Gedanken mehr gemacht, auch wenn ich es sehr schade fand.
Ich hatte mich mittlerweile eingelebt und auch mit meiner Schule hatte ich nun begonnen. Ich lernte viele neue Leute kennen und hatte kaum Zeit über Tom nach zu denken. Bis ich wieder einen Brief bekam.

Hey süße,

ich weiß, dass ich mich schon hätte lange melden sollen, aber ich hatte weder deiner Handy noch deine Hausnummer. Bill hat mich dazu gedrängt dir noch mal einen Brief ur schreiben. Ich hoffen, dass du doch ab und an mich gedacht hast!? Na ja, ähm… nächste Woche sind wir wieder zu Hause und ich hoffe, dass wir uns dann noch mal sehen können und ich endlich mal daran denke deine Nummer nach zu fragen. Wie wäre es am Freitag um 19 Uhr? Im Probenraum? Ich freu mich drauf

Tom


Ich konnte es kaum glauben, Tom hatte die Zeit über, wo er mit TH unterwegs war tatsächlich an mich gedacht. Klar würde ich am Freitag zum Probenraum kommen. Ich hatte lange mit Anky am Telefon darüber gesprochen, was ich nun tun sollte und ich wusste, dass Anky mir jetzt auch sagen würde, mach es.
Ich sehne den Freitag förmlich herbei und konnte die Nacht vorher kaum schlafen.
Dabei war er doch nur ein Kumpel, wenn man es denn überhaupt so sehen konnte. In der Schule bekam ich die ganze Zeit erstmal gar nichts mit und ging schnell nach Hause als sie vorbei war. In 3 Stunden sollte ich Tom wider treffen. Gott war ich nervös.
Aber warum eigentlich? War da wirklich nur Freundschaft oder hab ich mich in der kurzen Zeit, die ich mit Tom hatte, mich wirklich verliebt?

~~~~~~~~~ TOMS GEDANKEN~~~~~~~~~~

Gott, warum bin ich denn so nervös? Ich treff doch nur ne Freundin, wenn man das so nennen kann. Warum geht sie mir eigentlich nicht aus den Kopf? Die ganze Zeit musste ich an sie denken und selbst Bill war schon fast genervt von mir. Sollte da vielleicht doch mehr sein als nur Freundschaft? Nein das kann nicht! Hallo, ich bin Tom Kaulitz, der Weiberheld bei TH und kann mich einfach nicht verlieben, es geht nicht! Das wäre schlimm für unser Image und vor allem für mein Image1 Nein, dass kann ich nicht zu lassen. Das geht nicht!

Es ist mittlerweile schon 10 nach 7, warum kommt sie denn nicht? Will sie mich nicht sehen? Tom machte sich Gedanke über Nadines zu spät kommen.
Doch ich hatte einfach nur Stress.
Schließlich kam ich ne halbe Stunde zu spät zu unserem Treffpunkt und hoffte nur noch, dass Tom noch da sein würde. Doch als ich um die letzte Ecke gebogen kam, sah ich ihn. Er sah in natura einfach noch 1000mal besser aus als im Fernsehen.
Gott, warm dachte ich nur darüber nach?
Egal, ich freu mich einfach auf ihn.
„Hey, sorry das ich zu spät bin, aber ich hatte noch stress zu Hause.“ Begrüßte ich ihn. „Macht ja nix, jetzt biste ja da!“ grinste er sie an. Dann verschwanden wir im Probenraum.
„Wie haste dich eingelebt?“ fragte Tom. „Ganz gut, ist halt noch nicht wie damals aber es wird!“ grinste ich ihn an. „Wie war eure Promo?“ fragte ich ihn zurück. „Wie immer. Spaßig aber doch anstrengend.“ Grinste er.
Und da war es schon wieder, dieses elende small-talk Gespräch.
„Erzähl mir mehr!“ forderte ich ihn auf. „Was willste denn wissen?“ fragte er zurück und grinste. „Na ja, wie läuft das alles so ab, wenn ihr ein Konzert spielt? Auf eurer DVD sieht das immer alles so einfach aus und man sieht nicht wirklich das es auch Stress ist!“ fing ich an. „Na ja es macht schon Spaß, so wie wir es auch immer wieder betonen. Aber es ist schon auch anstrengend und stressig. Wir stehen früher oder später auf, je nach dem wo man hin muss, dann geht’s backstage und halt Catering und alles und dann halt Soundcheck und mächtig Spaß dabei ja und dann haben wir meistens noch ein paar Interviews und dann geht’s auch schon rauf auf die Bühne! So sieht so ziemlich unser Tagesablauf.“ Bekam ich zur Antwort. „Und du hattest bei dem ganzen Stress, noch Zeit an mich zu denken?“ grinste ich ihn an. „Ja hatte ich!“ gab er kurz angebunden zurück.
Ich sah ihn wieder an. Wir küssten uns wieder. Ich spürte wieder seine warmen, weichen Lippen und seine Zunge mit meiner spielen. Wieder konnte ich mich nicht wehren und das wollte ich auch nicht, egal wie weit er nun gehen würde.
Ich merkte wieder seine Hände auf meinem Rücken und er öffnete meinen BH.
Er strich sanft mit seinen Fingersitzen über meine Wirbelsäule, Gott machte mich das an. Nun fuhr auch ich mit meinen Händen unter sein Shirt und fuhr die Konturen seines Körpers nach.
Ich merkte wie er schneller atmete und auch ich atmete schneller. Langsam merkte ich wie seine Hände nach vorne wanderten und meine Brüste umfassten. Er spielte sanft mit meinen Brustwarzen und zog mir dann mein Shirt über den Kopf. Ich ließ mich zurück fallen und genoss seine Berührungen. Er strich mit seinen Lippen und seiner Zunge meinen Hals entlang, bis er mit meinen Nippeln spielen konnte. Ich merkte wie ich mich entspannte und anfing nur noch zu genießen. Nun zog ich ihm sein Shirt aus und drehte ihn auf den Rücken. Ich fuhr mit meiner Zunge seinen Hals entlang. Ich verweilte eine Zeitlang an seiner Halsgrube und knabberte ihm dann sanft an seinem Ohr. Ich hörte wie er leise aufstöhnte und musste grinsen. Tom nestelte an meinem Gürtel und öffnete schließlich meine Hose, er zog sie langsam aus und ich genoss es wie er ab und an mit seinen Fingern an meinen Schenkel streifte. Schließlich konnte ich nicht anders und riss ihm seine restlichen Klamotten vom Leib. Er zog mir den letzten Rest aus und ohne darüber nach zu denken was alles passieren konnte, schliefen wir miteinander. Er bewegte sich ganz langsam auf mir und ich stöhnte leise auf. Tom sah mich an und lächelte ich musste unwillkürlich zurück lächeln. Dann bewegte er sich schneller und ich hörte ihn laut atmen und stöhnen. Ich gab mich nur noch meinen Gefühlen hin und ließ den Dingen seinen Lauf. Schließlich konnten wir beide uns nicht mehr halten und kamen gemeinsam zum Orgasmus.
Tom sackte auf mir zusammen und lächelte mich an. Ich küsste ihn und schloss die Augen. „Das war jetzt aber nicht geplant!“ flüsterte er leise. Na das wollte ich ja aber auch mal hoffen!
Ich weiß nicht wie lange wir da noch lagen aber ich genoss es einfach.
Scheiße, ich hatte gerade Sex mit Tom und wusste noch nicht mal genau, was das mit uns überhaupt war? Ging es ihm wohl genau so? Sollte ich ihn danach fragen?
Traute ich mich überhaupt die Wahrheit zu hören? ZU hören, was Tom wirklich wollte? Was ich wollte wusste ich jetzt. Ich wollte ihn und das nicht bloß als Kumpel. Auch wenn ich ihn wenig sehen würde aber ich wollte genau diesen Typen. Scheiß egal, dass er jünger war! Scheiß egal das er berühmt war! Ich wollte Tom Kaulitz mit Haut und Haaren.

Nach ner Zeit zogen wir uns wieder an. Es wurde langsam kalt im Probenraum. Keiner sagte auch nur ein Wort. „Wollen wir noch was machen?“ hörte ich Tom fragen. Noch was machen? Damit auch jeder sah was wir gerade getan hatten? „Nen Tom, ich würde gerne nach Hause. Ich bin ein bisschen kaputt!“ gab ich ihm zurück. Tom grinste nur sein checkagrinsen. „Ich bring dich aber noch! okay?“ fragte er etwas unsicher.
Ich nickte nur. Dann gingen wir.
Als Tom Abschloss fragte er „aber diesmal ernsthaft, gibst du mir deine Nummer?“ Ich sah ihn etwas erstaunt an und das wohl eine Sekunde zu lange, denn er merkte, dass ich zögerte und nicht recht wusste ob er das ernst meinte. „Nadine. Nur weil ich mit dir geschlafen hab heißt das nicht, dass ich dich vergessen werde. Ich möchte dich gerne öfter sehen!“ sprach er meine Bedenken aus und nahm ihnen den Wind aus den Segeln.
„Klar!“ sagte ich nur und gab ihm meine Nummer. Auf dem nach Hause weg, lachten wir viel und hatten necken uns gegenseitig. Vor meiner Haustür verfielen wir aber wieder ins Schweigen. Wieder wussten wir nicht, wie wir uns verabschieden sollten.
Schließlich wagte ich den ersten Schritt und küsste ihn zum abschied.


EINIGE WOCHEN SPÄTER
Gott war mir schlecht. Hatte ich etwa was falsche gegessen? Oder lag es daran, dass Tom sich seit Wochen nicht bei mir gemeldet hatte? Klar warum sollte er auch? Er hatte das bekommen, was er haben wollte. Wie konnte ich auch annehmen, dass da mehr laufen würde als nur eine Nacht?!
Bohr schon wieder musste ich mich herzhaft übergeben. Wie ich es hasste. Das ging nun schon fast ne Woche so. Gut das Mom noch nichts davon mitbekommen hat. Die würde mich doch glatt noch zum Arzt schicken. Obwohl, vielleicht sollte ich doch mal zum Arzt gehen!?
Erstmal würde ich Anky anrufen, mal sehen was sie dazu zu sagen hat.
Auf dem Weg zurück in mein Zimmer hörte ich mein Handy klingeln und als wenn sie es geahnt hätte, dass ich sie brauchte, rief Anky mich an.
„Hey Maus, na wie geht’s dir?“ fragte sie fröhlich. „Nicht so gut. Mir ist seit einer Woche dauernd schlecht!“ antwortete ich. „Was?“ fragte sie. „Hast du einen Schwangerschaftstest gemacht?“ „Nein hab ich nicht! Von wem sollte ich denn bitte schön schwanger sein?“ fragte ich zurück. „Na ja von deinem One- night- stand mit Tom vielleicht!?“ gab sie mir zu denken. Nein, dass konnte nicht sein, wir hatten doch verhütet oder? Also ich zumindest, via Pille aber hatte er auch verhütet? Waren wir etwa darüber hinweg gekommen weil wir so scharf aufeinander waren? „Nadine? Bist du noch dran?“ fragte Anky etwas besorgt. „Ja, ja ich bin noch dran!“ entgegnete ich resigniert. „Maus ich hab urlaub! Ich komm vorbei und dann machen wir den test gemeinsam, ich könnte in 3 Stunden da sein!“ entschloss Anky und legte auf ohne eine Antwort von mir ab zu warten.
Okay, 3 Stunden also noch. Ich legte mich hin und dachte nach.
Was würde ich denn bloß machen, wenn ich wirklich schwanger sein sollte? Wie würde ich das Tom beibringen und vor allem was würde Tom sagen? Tom! Ach ja, wie ich ihn vermisste. Warum meldete er sich auch nicht!? Was macht er denn den ganzen Tag so wichtiges, dass er noch nicht mal Zeit hat für eine kleine Sms?
Über meine Gedanken hinweg bin ich dann wohl eingeschlafen.

„Nadine! Komm aufstehen!“ wurde ich von einer Stimme geweckt, die ich so lange nur über das Telefon gehört hatte. Nein, dass konnte nicht sein, Anky war noch nicht da.
„Maus, komm aufstehen! Wir müssen einen test besorgen!“ hörte ich Ankys Stimme wieder. Ich öffnete meine Augen und sah in Ankys blaue Augen. Ich war sofort hellwach und viel ihr um den Hals „Ich hab dich so vermisst!“ schluchzte ich an ihrer Schulter. „Du hast dich immer noch nicht richtig eingelebt oder?“ fragte sie. Ich schüttelte nur leicht den Kopf.
Auf einmal war ich wieder so todunglücklich wie am Anfang. „Also los, komm süße! Wir gehen jetzt diesen beschissenen Test kaufen!“ sagte sie wieder.
Also los, die nächste Apotheke war nur ein paar Häuser entfernt. Wir kauften den Test und gingen wider zu mir. Ich weiß nicht wie lange wir uns im bad eingeschlossen hatten aber es muss eine Ewigkeit gewesen sein. Dann erst traute ich mich diesen beschissenen Test zu machen.
Jetzt noch 10 Minuten warte. Die schlimmsten 10 Minuten meines Lebens. Dann endlich kamen diese rosanen Striche, die ich ersehnte, oder auch nicht. Erst erschien der eine und dann der zweite.
Nein, dass darf doch nicht war sein, ich kann nicht schwanger sein! Das geht nicht, dass kann nicht funktionieren. Das geht nicht.
„Anky, ich kann nicht schwanger sein! Das geht nicht! Ich kann doch nicht…. Wie soll ich das Tom klar machen und wie soll ich es ihm überhaupt sagen? Man er ist doch erst 17 und dazu auch noch en Star und ich bin auch erst 18 und ich hab noch so viel vor in meinem Leben und außerdem hat er sich schon seit Wochen nicht mehr bei mir gemeldet!“ heulte ich.
„Och Maus! Das kriegen wir alles in den Griff. Beruhig dich erst mal.“ Sagte sie sanft.
Schließlich entschieden wir uns es meinen Eltern so schonend wie möglich bei zu bringen.
Ich wusste, dass sie erstmal etwas überrascht sein würden aber letztendlich würde sie hinter mir stehen. Egal was ich tun würde.
Nur ich selber war mir da nicht so sicher. Ich war immer gegen Abtreibung aber konnte ich meinen Standpunkt, so auch noch halten?
Meine Eltern reagierten wie erwartet, sie waren natürlich nicht glücklich darüber aber sie konnten ja eh nichts daran ändern und würden mich unterstützen wo es nur ging.
„So Maus und nun schriebst du Tom einen Brief, wo er wohnt weist du ja! Und er wird ihn lesen! Und am besten schreibst du auch noch einen Bill, damit er Tom davon erzählen kann wenn er ihn nicht lesen sollte.“ Meinte Anky und ich setzte mich an meinen Schreibtisch.
Ich weiß nicht wie viele Stunden ich brauchte, bis ich diese Zeilen auf Papier gebracht hatte

Lieber Tom,

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll, denn das, was ich dir hier schreibe, wird unsere Leben total verändern, egal was ich tun werde und mein Leben noch mehr wie deines.
Ich hoffe du erinnerst dich noch an unsere Nacht in eurem Probenraum!? Dieses ist eine schöne Nacht gewesen. Ich werde sie garantiert nie vergessen und ich kann sie auch nie wieder vergessen, selbst wenn ich wollte.
Ich weiß, ich rede nun um den heißen Brei rum aber ich muss das so machen.
Da du dich seit Wochen nicht mehr bei mir gemeldet hast und ich deine Nummer nicht habe, bleibt mir nur diese Möglichkeit.
Tom ich habe heute einen Schwangerschaftstest gemacht und der ist positiv. Ja und du bis der Vater. Seit dem ich hier wohne hatte ich mit niemand anderem Sex außer mit dir und davor auch schon lange nicht mehr.
Ich weiß nicht wie du diese Nachricht aufnehmen wirst und ob du bereit dazu bist, mit mir zusammen eine Lösung zu finden aber es wäre schön wenn, denn schließlich geht es auch dich an.
Ich hoffe auf Antwort.

Nadine

An Bill schrieb ich nur, dass er dafür sorgen sollte, dass Tom meinen Brief las. Ich hatte so eine Angst, als ich den Brief bei ihm einwarf.
Doch es nützte nichts.

2 WOCHEN SPÄTER

Mittlerweile war ich bei einem Frauenarzt gewesen und hatte einen Mutterpass und mein erstes Ultraschallbild bekommen und für mich schon entschieden, dass ich das Kind bekommen würde. Denn letztendlich war es meine Entscheidung und ich musste damit leben.
Tom hatte sich bis jetzt noch nicht gemeldet und ich gab die Hoffnung auch fast auf. Allerdings machte es mich auch wahnsinnig, dass ich nicht erfuhr ob er es denn schon wusste. Doch ich machte mir umsonst Sorgen, denn es klingelte an der Tür und Tom stand vor mir.

„Sag, dass das nicht wahr ist! Bitte sag, dass das nicht wahr ist! Du kannst nicht schwanger sein!“ schrie er mich an. Ich wusste nicht was mit mir passierte, aber plötzlich hatte ich Angst vor ihm. „Doch Tom, ich bin schwanger!“ sagte ich nur kleinlaut. Tom ließ sich auf unserem Sofa fallen und sagte nichts mehr. Ich setzte mich zu ihm „Wir werden schon eine Lösung finden oder meinst du nicht?“ fragte ich ihn leise. „Also doch, du hast nur mit mir geschlafen weil du an meine Kohle wolltest, egal wie und wenn es über ein Kind ist!“ schrie er mich wieder an. „Nein, dass stimmt nicht, ich hab mich schon bei unserer ersten Begegnung in dich verleibt. Und eigentlich hätte ich ja Wohl den Grund sauer zu sein oder? Schließlich hast du dich die ganzen Wochen nicht bei mir gemeldet nach dieser Nacht! Also hab ich angenommen, dass ich für dich nur eine weitere Kerbe in deinem Bettpfosten bin.“ Konterte ich sauer zurück.
Tom sah mich an.
„Ich glaub dir kein Wort! Mach was du willst aber lass mich in Ruhe!“ sagte er drohend. „Das kann ich aber nicht! Ich will, dass unser Kind auch einen Vater hat. Tom ich trage ein Kind von dir unter meinem Herzen und ich kann förmlich sehen, wie ich jeden tag dicker werde, glaubst du das hab ich mit Berechnung gemacht? Ich bin 18! Ich hab noch kein Bock auf ein Kind aber nun ist es da und ich werde es austragen! Mir ist es egal ob es ein Unfall war oder nicht aber ich wünsche mir, dass es seinen Vater so kennen lernt wie ich ihn vor Monaten kennen gelernt habe! Mit strahlenden Augen wenn er Gitarre spielt und mit diesem grinsen, was so viele Mädels verrückt macht! Tom ich liebe dich, ich wollte es dir nie sagen aber es ist so und dieser kleine Wurm ist der Einziege Grund warum ich dir das sage!“ schrie ich ihn an. Ich hielt ihm das Bild hin und er betrachtete es.
„Nadine, dass kann nicht mein Kind sein! Auch wenn es so wäre, ich bin zu jung dafür! Ich kann die Verantwortung nicht übernehmen!“ mit diesen Worten stand er auf und ging. Er legte noch einen Zettel mit seiner Nummer auf den Tisch. „Aber wenn was ist, dann ruf an und lass mich wissen was es ist ja!? Wir können dann ja immer noch einen Vaterschafstest machen.“ Das waren die letzten Worte dich ich von ihm hörte.
Gut, wenn er es mir sonst nicht glaubte, dann musste er es.
Irgendwie konnte ich ihn verstehen aber ich wollte es nicht. Ich war enttäuscht. Ich hatte geglaubt, dass auch bei ihm mehr wie Freundschaft da gewesen war und nun das! Na ja was auch immer werden würde, ich würde ihn an der Schwangerschaft trotzdem teilhaben lassen und dann sehen, wie es weiter gehen würde….


TO BE CONTINUDE…


…..Maybe once again…..
 
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